Erlebtes:



Rad/Paddeltour | 7./8. August 2010
von Dresden nach Meißen


Eigentlich gut geplant: Die Räder auf dem Autodach nach Meißen fahren, PKW auf dem Elbeparkplatz abstellen, nach Dresden zurückradeln, um am Folgetag gemütlich zum Autoholen nach Meißen zu paddeln...Soweit die Planung. Das Regenwetter hatte viele abgeschreckt und der Radelsonnabend wurde daraufhin abgesagt. Also nun das Auto nach Meißen bringen und mit der S-Bahn zurück...

Am Nachmittag kurzes Telefonat mit Wolfgang. Es haben fast alle abgesagt. Aber einige können und wollen der Regenwahrscheinlichkeit am Sonntag von über 90 Prozent trotzen und haben ihr Auto schon in Meißen abgestellt. Also los, auf nach Meißen!

Es ist später Nachmittag, als ich auf dem Parkplatz ankomme. Ich sehe zwei Autos von unseren Leuten und parke noch "höher" als sie. Ich sehe auch den Fluss und bin mir nicht mehr ganz so sicher...gehe zum Bahnhof. Der Zug, den ich mir rausgesucht habe, fällt aus. Ach wie blöd, Handy zu Hause vergessen. Irgendeiner faselt was von einem Dammbruch im Gebirge... Mir wird immer komischer. Also Zeit um noch einmal zum Parkplatz zu laufen. Der Fluss ist schnell, aber ich habe immer noch geschätzte drei Meter Sicherheit in der Höhe. Drei Meter, Petrus wird doch nicht so blöd sein und alles auf einmal auskippen!

Zurück in Dresden fahre ich gleich nach Striesen. Wir sind zu einer Schuleinführung eingeladen. Das Thema ist auch hier der Dauerregen und ich tröste mich und die Anderen mit den drei Metern Höhenreserve. Kein Radio, kein TV, schon gar kein Internet. Es ist nach 22 Uhr und wir fahren heim nach Laubegast. Der Anrufbeantworter blinkt. Wolfgang hat angerufen. Ich rufe sofort zurück und erfahre, dass alle ihr Auto zurückgeholt haben. Kurz nachdem ich es in Meißen geparkt habe. Mist! Ich schmeiße den Rechner an...verdammt über 5 Meter! Wir müssen nach Meißen. Jetzt, sofort! Mit grenzwertiger Geschwindigkeit geht es durch die Stadt. Am Terassenufer steht das Wasser an der Oberkante. Die Kähne "stehen" gespenstig, nur von den Tauen und Ketten gehalten. Die Straße ist aber noch frei. Überall Blaulicht und emsiges THW-Gewusel. Am Theaterkahn leuchtet in giftgrün: 5,30 Meter. Zu spät, das Auto kann ich jetzt abschreiben! Ich ärgere mich über das vergessene Handy und die Medienabstinez der letzten Stunden. Ich hoffe aber auf die Zeit, die die Welle noch für den Weg nach Meißen braucht. Gaaaanz schnell sind wir in Meißen. Der linkselbige Parkplatz ist schon nicht mehr zu erkennen. Jetzt nur noch über die Brücke, runter und unten stehen noch genau 2 Autos. Ein Holländer steht zur Hälfte im seichten Wasser. Zu unserem Auto fehlen noch zwei Meter. Horizontal. Petrus hat also doch ...der Sack! Klack-klack, Tür auf, starten, durchschnaufen und ganz gemütlich zurück. Konrad schläft in seinem Kindesitz. Ihn hat der Tag mit Schuleinführung und Autorettung geschafft.

P.S. Riesenglück gehabt. Handy vergisst man immer dann, wenn man es braucht...und, wir hätten keine Viertelstunde später in Meißen ankommen dürfen. [Roger]



Der rote Punkt zeigt die Stelle, an der das Auto abgestellt war.


Der Pegel machte in kürzester Zeit einen Hub über drei Meter.




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