Erlebtes:



Wintersonnenwende 20. Dezember 2014


Oder: Drei einsame Paddler im Windkanal



ein kurzer Blick auf die Wetter-App...oje, da wird wohl kein 46er um 9 im Bootshaus
sein...doch das war falsch gedacht! Als ich ankomme steht Dietmar schon da und
kurz danach sind wir schon zu viert: Dietmar, Arno und ich wollen es trotz der Wetter-
prognose wagen: "Das ist doch nur auf den Kammlagen so heftig", meint Dietmar.
Naja, denke ich, die Warnung bezog sich eigentlich auf Dresden...aber egal, jetzt
wo wir schon mal so zeitig aus den Federn gefunden haben. Glücklicherweise ist
auch Bernd da. Er kann leider nicht mit aufs Wasser, aber er steht als Fahrer zur
Verfügung. Schnell sind die drei Boote auf seinem Dach verzurrt und ab geht es in
die Sächsische Schweiz. Wir starten und winken Bernd zum Abschied. Vielen Dank
Bernd für diesen tollen Service! Damit hatten wir keinen Stress mit Autoholen nach
der Fahrt. Uns bläst ordentlich Wind ins Gesicht. Das wird also kein Zuckerschlecken
bis Dresden. Kurz denke ich an Pirna, wo es immer eine Extraportion Wind gibt. Und
so sollte es auch kommen. Kurz nach dem Start schauen die blau Uniformierten von
ihrem weiß-blauen Boot zu uns rüber. Was die wohl über und denken mögen? Aber sie
widmen sich lieber dem Doppelschlepper mit tschechischen Fähnchen am Heck, der
sich gerade die Elbe hochwalzt. Von diesen Kollossen begegnen uns insgesamt drei
Schubverbände. Ansonsten gehört der Fluss uns! An der Mündung der Gottleuba
machen wir ein Stopp. Gerade als wir "anlegen" wollen, sorgt der dritte Schlepper
für kurzzeitiges wildes Wasser. Arno gefällt das, er fängt an zu singen. Nach dem
Aufwärmen geht es dann bei straffen Gegenwind bis zum Blauen Wunder weiter.
An der Werft liegen wieder reichlich Boote. Schön das hier wieder "geschraubt"
wird. An unserem Steg angekommen sind wir uns einig, länger hätte die Fahrt
nicht sein müssen, denn wir mussten wegen dem Sturm immer was machen und
die meist unverhofft ruppigen Böen haben uns gezwungen, das Paddel ordentlich
fest zu halten. Über den Acker des aufgerissenen Elberadweges schafften wir
unsere Plastepötte in die Halle zurück und freuten uns schon auf die heiße
Badewanne zu Hause...

Ein wunderschöner Ausflug ging zu Ende.
Danke Arno, Dietmar und Bernd!
Roger















































zurück